Schwarzarbeit in deutschen Haushalten – wiesu denn bluß?

Das IW hat vor zwei Wochen eine Studie zur Schwarzarbeit in deutschen Haushalten vorgelegt, die breit in der Presse rezipiert wurde (hier, hier, hier). Die Studie kommt zu dem wenig überraschenden Ergebnis, dass mindestens 75% der Haushaltshilfen in Deutschland nicht angemeldet sind. Und das trotz relativ einfachem Anmeldeverfahren für haushaltsnahe Dienstleistungen, Absetzbarkeit und und und. Dadurch entgeht dem Staat sehr viel Geld. Relativ schwammig verbleibt die Studie zu den Gründen dieses Phänomens. Bzw. werden Gründe genannt, diese sind aber scheinbar teilweise nur gemutmaßt nicht erforscht worden: im Großen und ganzen sei das Beschäftigen einer nicht angemeldeten Putzhilfe quasi das schweizer Bankkonto des kleinen Mannes. Und der Staat müsse daran arbeiten, dass Schwarzarbeit nicht als Kavaliersdelikt gelte. Es gäbe gar kein Unrechtsbewusstsein. Ich habe insgesamt die eine oder andere Anfrage zur Methodik der Studie. Die Abschätzung des Anteils der schwarz Beschäftigten Haushaltshilfen wird geschätzt basierend auf der sehr großen Differenz zwischen den Angaben über „beschäftigen Sie eine Haushaltshilfe?“im sozioökonomischen Panel (SOEP) sowie der Zahl der Minijobber und regulär Beschäftigten in Privathaushalten aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Dies vernachlässigt in meinen Augen 1. dass eine als Minijobberin angemeldete Haushaltshilfe in mehreren Haushalten tätig sein kann und oft wird (bei Mindestlohn und 4 Std/Woche verdiente sie nämlich nur ca. 200€ in einem einzelnen Haushalt) – auch ist mir 2. undurchsichtig wie Selbstständige und Beschäftigte bei Putzdienstleistern hier berücksichtigt sind, denn diese Arbeiten ja sowohl in Privathaushalten als auch in Firmen und das wird sicher nicht disaggregiert erfasst. Des Weiteren werden alle folgenden Auswertungen zu Akzeptanz, Sonstigem Beschäftigungsstatus, Gründen usw. basierend auf einer europäischen Befragung ausgewertet. Die einerseits alle Branchen (also auch das erheblich Schwarzarbeits-durchsetztere Baugewerbe) und andererseits alle EU-Länder umfasst. Und so bin ich doch skeptisch, dass man davon so einfach auf die Situation der Haushaltshilfen rückschließen kann. Und schließlich: die Studie schreibt zwar viel über Gründe, die zitierte Datenlage ist aber dünn und stützt nur teilweise die genannten Gründe (kein Unrechtsbewusstsein, geringere Kosten).

Nun. Das mit dem Unrechtsbewusstsein mag stimmen. Ich bin dann doch auch hin und wieder erstaunt, dass man bspw. in einem Raum voll Lehrer etliche findet, die nichts dabei finden, ihre Putzfrau schwarz zu beschäftigen, obwohl sie selbst aus Steuergeldern finanziert werden. Allerdings wird in der Studie selbst eine Umfrage zitiert nach der mindestens 2/3 der Deutschen Schwarzarbeit im Haushalt für nicht tragbar halten.

Was mir am allerdeutlichsten fehlt und als einzige Möglichkeit erscheint, das Problem anzugehen und sinnvolle Politikempfehlungen abgeben zu können ist eine Befragung von Haushalten und Putzhilfen, die folgende Fragrn klärt:

– Hat der Haushalt versucht eine legale Putzhilfe zu finden?

– Geschieht die Nicht-Anmeldung auf Wunsch der Haushaltshilfe oder des Haushaltes?

– Hat die Haushaltshilfe mehr als einen Putzjob?

– Hat die Haushaltshilfe noch einen Hauptjob?

Denn bevor man mit Schweizer Bankkonten vergleicht, sollte man sich den Markt mal genauer anschauen. Ich habe natürlich auch keine Erhebung gemacht, aber mir scheint es so, dass es für die Kategorie „Haushaltshilfe abhängig beschäftigt im Privathaushalt“ eigentlich kaum Angebot gibt. Es gibt schwarz arbeitende Puttzfrauen, die einen Stundensatz von 10-12 € die Stunde nehmen aber selbst wenn man die Sozialversicherungskosten noch oben drauf legen würde nicht bereit wären, angemeldet zu arbeiten. Dann gibt es wenige selbstständig tätige Putzhilfen. Und Dienstleister, die 16-20€/Std plus Anfahrt nehmen, oft sehr stark fluktuierendes Personal schicken und diesem dann aber nur den Mindestlohn zahlen und somit einen ca. 100% Aufschlag auf das Gehalt der Putzfrau einstreichen. Ich kenne viele Familien die sehr intensiv versucht haben, eine Haushaltshilfe zu finden, die als Minijobberin arbeiten will und keine gefunden haben.

Warum nur wollen denn die Haushaltshilfen schwarz arbeiten? Dazu sagt die Studie wenig. Für Schwarzarbeit insgesamt wird angegeben: keinen anderen regulären Job gefunden, das machen doch alle so und es profitieren doch beide davon. Ich halte das nicht für trivial auf die Haushaltshilfen übertragbar. Vielmehr ist die Realität doch: die meisten gehen entweder zusätzlich zu einem Hauptjob oder zusätzlich zu einem anderen 400€ Job putzen. Und sie haben mehr als einen Haushalt als Arbeitgeber. Das bedeutet, entweder müssen sie jeden Monat akribisch darauf achten in Summe nicht über 400€ Verdienst zu kommen, oder falls Sie darüber kommen oder noch einen anderen 400€-Job haben, müssen sie die Einnahmen versteuern und dann eine Steuererklärung machen, um vermutlich einen großen Teil der Steuern zurückzubekommen. Wir reden hier aber von Menschen, die so wenig mit dem Geld über die Runden kommen, dass sie zusätzlich noch putzen gehen. Da wiegen die Argumente „bezahlter Urlaub“, „Unfallversicherung“ und „soziale Absicherung“ sehr viel weniger als der Euro direkt in der Tasche und kurz danach an der Supermarktkasse. Da ist die Aussicht auf  eine evtl. Steuerrückerstattung nach gemachter Steuererklärung exakt nichts wert wenn ab dem 20. das Geld zum Essen kaufen knapp wird. Und da ist das exakte Plänen der aufsummierten Monatseinnahmen vielleicht auch einfach schon zu viel. Da hilft wenig, dass es für Haushalte sehr einfach ist, eine Haushaltshilfe anzumelden und von der Steuer abzusetzen, wenn dieses Ansinnen einfach an der Realität der Haushaltshilfe vorbei geht. Und wer dann nicht doppelt so viel für einen Dienstleister zahlen will, der beißt halt in den sauren Apfel.

Was wäre in diesem Szenario also die Politikempfehlung? Dafür sorgen, dass man in der Regel von einem Job leben kann. Für Geringverdiener den zweiten Job unbürokratischer machen. Beratung zu Zweit- und Nebenjobs anbieten. Vermittlung anbieten.

 

Zwischenruf*: Leseempfehlung ZBW-Wirtschaftsthema-Reihe

Als ich gerade auf twitter das aktuelle „Wirtschaftsthema“ der ZBW weiterempfahl, fiel mir auf, dass ich die Reihe generell empfehlen könnte und dies tue ich hiermit:

Die Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften veröffentlicht im monatlichen Rhythmus eine Leseliste/kuratierte Materialsammlung zu aktuellen Wirtschaftsthemen auf ihrer Website. Dort werden dann zu gerade diskutierten wirtschaftlichen Themen ökonomische wissenschaftliche Beiträge zusammengestellt. Die Themen in letzter Zeit waren z.b. Bedingungsloses Grundeinkommen (Dez), Kinderarmut (Nov), Brexit (Juni) oder TTIP (April). Die Zusammenstellung umfasst meist ein breites Meinungsspektrum, die Mehrheit der Quellen sind Arbeitspapiere in deutscher Sprache, die frei zugänglich sind und das ganze wird gerahmt von einer kurzen Einführung und einer Tweet-Sammlung zum Thema (was jetzt meist nicht besonders erhellend ist, aber wohl dokumentieren soll, dass es sich tatsächlich um aktuell diskutierte Themen handelt.) Ich habe diese Materialsammlungen oft an Studierende empfohlen und möchte diese ausdrückliche Empfehlung auch hier weitergeben, denn man findet dort (noch ) gut lesbares aber eben nicht medial aufbereitetes Expertenwissen in einem Umfang den man dann nebenbei in dem einen Monat auch noch bewältigen kann.

Außerdem ist die zbw ganz generell eine tolle Einrichtung, die das studieren und forschen in den Wirtschaftswissenschaften ganz erheblich erleichtert und die eins der schönsten Bibliotheksgebäude an einer der schönsten Stellen von Deutschland hat.

*Die Kategorie „Zwischenruf“ ist hiermit neu geschaffen für kurze Texte, die mir schnell mal so einfallen und die nicht im Entwurfsordner verschimmeln sollen.

Leserinnen fragen, Milchmädchen antwortet: Globale Ungleichheit

Heute schon wieder eine Antwort auf eine Leserinnenfrage, diesmal von @Vrouwelin, die mich auf Twitter fragte, was ich vom neuen Buch von Anthony Atkinson halte, bzw. von einem DerFreitag-Artikel über das Buch. Ich antwortete auf Twitter, dass ich das Buch nicht gelesen hätte, es aber schwierig fände, die Umsetzbarkeit der Thesen für ein Land zu berechnen, wenn wir in einer globalisierten Welt leben. Ich ergänzte zudem, dass ich es immer etwas schwierig finde, wenn in westlichen Ländern davon die Rede ist, dass die Ungleichheit zugenommen habe, wobei außer acht gelassen würde, dass die weltweite Ungleichheit abgenommen hat. Meine These war wörtlich: „Ich habe auch immer Probleme damit, wenn steigende Ungleichheit für Industrieländer diagnostiziert wird ohne zu beachten, dass die gefühlt größere Gleichheit in den 60ern mit weltweit größerer Ungleichheit einher ging. Viele linke Ökonomen lassen Entwicklungsländer außer acht. Das ist fatal, falsch und heute auch (zum Glück) nicht mehr realitätskompatibel.“ @Vrouwelin bat mich daraufhin um Literaturtipps zum Thema und dem möchte ich hiermit nachkommen. Da das vermutlich noch mehr Leute interessiert hier auf dem Blog anstatt per Twitter-Mention.

Zunächst nochmal vorab: Ich hab das Buch von Atkinson nicht gelesen. Aber Atkinson ist prinzipiell ein Mann von ökonomischem Verstand und es kann sehr gut sein, dass was in dem Buch steht Hand und Fuß hat. Es gäbe ganz sicher Dinge, die mutige Politiker umsetzen könnten, um die Einkommensschere in den westlichen Industrieländern zu verringern. Allerdings schlägt Atkinson unter anderem eine deutliche Erhöhung des Spitzensteuersatzes vor. Ob das gerecht ist sei dahingestellt (denn zumindest in Deutschland zahlen nicht nur Millionäre den Spitzensteuersatz), vor allem aber ist es in meinen Augen nicht umsetzbar. Nicht in einem einzelnen Land innerhalb einer Welt, die deutlich geringere Kapitalverkehrsbeschränkungen hat als vor 25 Jahren und in der Steuerflucht nach wie vor mehr als einfach möglich ist. Das war mein Spontankritikpunkt. Mein Grund-Ablehnungsgefühl rührt aber viel mehr daher, dass ich halt im Herzen Entwicklungsökonomin bin. Und Atkinson ist eben Sozialstaats-Spezialist. Er betrachtet den bröckelnden Sozialstaat in Westeuropa, so wie Piketty das kapitalistische System in den Industriestaaten betrachtet. Und Atkinson argumentiert, so zumindest der Artikel im Freitag, den ich ansonsten reichlich unspezifisch finde, dass die Entsozialstaatlichung in den 1980er Jahren Fahrt aufgenommen habe und man zum Zustand davor zurückmüsse. Und da muss ich ganz klar sagen: Dass es bei uns in den 60er und 70er Jahren ziemlich wirtschaftlich rosig und gefühlt gerechter zuging, das lag nicht nur an der deutlich sozialeren Marktwirtschaft. Es lag auch daran, dass nur ein sehr viel kleinerer und homogenerer Teil der Welt am globalen Einkommen teilhatte. Dass heute die sog. Arbeiterjobs wegfallen und schlecht bezahlt werden hat ziemlich viel damit zu tun, dass diese Jobs jetzt in anderen Teilen der Welt dazu beitragen dort das Einkommen zu erhöhen. Dabei läuft nicht alles rosig, gar keine Frage. Dennoch haben heute viel mehr Staaten nennenswert an Handel und Produktion teil. Und das hat auch zu Verringerung der Armut geführt, nicht nur in China. Auch in Bangladesh, in der Türkei, in Rumänien und Südafrika. Es gibt Gewinner und Verlierer, die Details sind kompliziert. Aber es bleibt: Ein Teil dessen, was wir hier gefühlt verloren haben, das haben nicht die bösen Kapitalisten, sondern das haben die Armen der Welt, die jetzt etwas weniger arm sind. Natürlich, long way to go, reich ist dadurch in Bangladesh noch lang nicht jeder, aber es geht irgendwie aufwärts. Was stimmt ist, dass die Armen in den Industrieländern mehr abgegeben haben, als die Reichen (die haben nix abgegeben). Dies nur zur Einordnung meiner Reflexabwehrhaltung. Nun zu Hintergrund-Lesestoff zur Einkommensverteilung weltweit (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Die Diagnose,  dass die Ungleichheit in der Welt abgenommen hat, findet sich sehr akribisch belegt in diesem Aufsatz von Xavier Sala-i-Martin. Das Paper ist von 2002, die verwendeten Maße wurden aber für das vielfach neu aufgelegte Standardlehrbuch von Sala-i-Martin jeweils aktualisiert und bleiben, meiner Kenntnis nach, bis in die neuste Auflage von der Aussage her gleich.

Wer Zugriff zu wissenschaftlichem Content hinter hohen Paywalls (hier Wiley) hat, kann mit Hilfe dieser Datenbank auch selbst die Standardmaße für Ungleichheit über die Zeit berechnen und vergleichen.

Dass in den meisten westlichen Industriestaaten die Ungleichheit zugenommen hat, hat Atkinson sich natürlich nicht ausgedacht, das ist gut belegt, z.B. hier. Allerdings ist es auch hier kompliziert, denn die Heterogenität zwischen den Industrieländern ist dann doch erheblich.

Etwas weniger euphorisch (will sagen etwas weniger neoklassisch und wachstumsfokussiert) als Sala-i-Martin kommt auch dieser Aufsatz zu dem Schluss, dass zumindest einige Staaten im weltweiten Vergleich aufholen konnten, der Fokus hier liegt aber darauf, dass innerhalb der einzelnen Staaten und Regionen der Welt die Ungleichheit zunimmt.

Schauen wir auf Deutschland, zeigt dieser Artikel deutlich: Hier bei uns kann von einer steigenden Ungleichheit ab 1980 kaum die Rede sein, die deutsche Ungleichheit ist vorrangig in der Wiedervereinigung begründet.  Außerdem ist der Titel des Papers einfach so schön literarisch. Verbunden auch dieser Artikel, der Deutschland und die USA vergleicht.

Und wer nach all diesen Zahlen dann auch ein wenig die Gründe für Erfolg und Misserfolg in Sachen armutsreduzierendes Wachstum erlesen will, der könnte einen Blick in das ein oder andere Buch oder Paper von Daron Acemoglu werfen (insb. „Why nations fail“ sowie diesen kleinen feinen Seitenhieb gegen Thomas Piketty), die Fallstudien im Entwicklungsökonomik-Standardlehrbuch „Economic Development“ von Todaro/Smith lesen, oder „The Tyranny of Experts“ und „The Elusive Quest for Growth“ von William Easterly. Einen ganz kleinen Einstieg bietet z.B. auch dieser TEDx-Talk von James Robinson (dem Co-Autor von Acemoglu), der ein sehr guter Redner ist.

Hinweis: der Großteil der verlinkten Quellen ist auf englisch, das tut mir leid, denn ich versuche sonst deutsche Quellen zu verwenden, wenn möglich. Leider ist Entwicklungsökonomik aber ein Feld, das in Deutschland nahezu unsichtbar ist, die Bücher sind allerdings z.T. auch in deutscher Übersetzung erschienen. Leider befindet sich ein Großteil der Paper hinter den Paywalls von Wissenschaftsverlagen, wo ich konnte, habe ich Working Paper Versionen verlinkt, mit etwas googlen finden sich solche vielleicht auch noch für die anderen Paper.

 

Randnotiz der Woche: Gender-Renten-Gap-Kompensation in der Schweiz

Die Schweiz wird in Zukunft die aus dem unerklärten Teil des Gender Pay Gaps sich ergebende Rentenlücke von Frauen aus Steuermitteln kompensieren. Diese Nachricht erfuhr ich nicht in irgendeinem Wirtschaftsteil irgendeiner Zeitung. Sondern in diesem Artikel in Ökonomenstimme.  

Der Artikel selbst hat bei mir für eine gepflegte Portion Wut gesorgt. Die Argumentation „jaaaa, der unerklärte Teil lässt sich ja auf sozioökonomische Faktoren und spezifische Berufs-Erfahrung zurückführen“ ändert ja nix daran, dass offenbar genau die sozioökonomischen Faktoren nachteilig sind, die vor allem Frauen treffen. Und dass Frauen im Mittel weniger Jahre Berufserfahrung mitbringen liegt ja auch nicht daran, dass sie Frauen sind, sondern dass sie Care-Aufgaben übernommen haben oder aufgrund gesellschaftlicher Strukturen, die sich in steuerlichen Anreizen niedergeschlagen haben zugunsten der „Karriere“ ihres Mannes auf Vollzeit-Berufstätigkeit verzichtet haben. 
Und während es bei den heute Berufstätigen natürlich besser wäre das Steuersystem so zu gestalten, dass sich eine äquivalente Verteilung der gemeinsamen Arbeitszeit zwischen den Ehepartnern lohnt und auf eine Veränderung der Gesellschaftsstruktur hinzuwirken, so dass Care-Aufgaben nicht per default Frauen-Aufgaben sind und dass eine erfolgreiche Berufskarriere nicht impliziert, dass ein/e Partner/in „den Rücken frei hält“, so ist das für heutige Rentnerinnen eben keine Option mehr. 
Über Details der Kompensation in der Rente kann da gestritten werden und auch in welchen Fällen eine Kompensation sinnvoll ist, weil der Lohnausfall aufgrund einer gesellschaftlich wünschenswerten Aufgabe da ist. Aber die Lohnlücke, auch die unerklärte, zu nivellieren indem man sagt “ ja die haben halt einfach weniger gearbeitet“ ist etwa so durchdacht wie zu sagen „nein, Krankheiten braucht man nicht behandeln, wenn man weiß welcher Erreger sie auslöst“.